Fondsgesellschaft

BankgebäudeNahezu jede Bank und Sparkasse verfügt über eine eigene Fondsgesellschaft, die sich darum kümmert, neue Fonds zusammenstellen und auf den Markt zu bringen. Neben den bankeigenen Unternehmen gibt es die Gesellschaften, die ihr Kerngeschäft ganz im Bereich der Fondsanlage haben und sich als Spezialisten hervorgetan haben.

Frei schalten und walten können Fondsgesellschaften bei ihrer Arbeit nicht. Sie unterliegen der Überwachung durch die Aufsichtsbehörde, der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, und benötigen eine spezielle Konzession, um am Markt tätig werden zu dürfen. Auch jedes neue Wertpapier, das von einer Fondsgesellschaft aufgelegt wird, muss genehmigt und veröffentlicht werden.

 
 

Das dient dem Schutz der Anleger, die darauf vertrauen, dass ihr Investment in guten Händen ist und nicht nur nach allen Regeln der Kunst vermehrt wird, sondern auch den gesetzlichen Grundlagen entspricht. Dazu gehört, dass die Fondsgesellschaft als Kapitalanlagegesellschaft nicht selbst auf die Vermögensgegenstände zurückgreifen kann, sondern alle Käufe und Verkäufe, ob nun vom Vermögen, das unter anderem aus Aktien, Renten und Bezugsrechten besteht, oder von Fondsanteilen, über eine Depotbank abwickeln muss. Welche Papiere an- oder verkauft werden, obliegt dabei ganz der Fondgesellschaft. Das Sondervermögen der Kapitalanlagegesellschaft, das sich aus dem Vermögen und den Anteilsscheinen zusammensetzt, wird somit strikt vom Eigenkapital getrennt und bleibt im Falle eines Konkurses erhalten.

Die wichtigsten Angestellten der Fondsgesellschaft sind deren Fondsmanager. Sie verwalten das für den jeweiligen Investmentfonds vorhandene Geld und entscheiden, wie es gemäß den Vorgaben investiert wird. Die Vorschriften, wie ein Fonds aufgebaut sein muss, ergeben sich aus den Prospekten, die von der Gesellschaft für jeden neuen Fonds herausgegeben werden. Beispielsweise können für Mischfonds genaue Verhältnisse angegeben werden, in denen Aktien, Renen und Immobilien in die Anlage einfließen. Wie dieses Grundgerüst mit Leben gefüllt wird, hängt davon ab, welchen Papieren die Fondsgesellschaft und deren Manager die größten Gewinne zutrauen. Je nachdem, wie lange ein Fonds bereits am Markt ist, kann mit Prognosen für die Rendite geworben werden. Entsprechende Charts zu den Kursverläufen finden sich in den Broschüren und auf den Internetseiten.

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