Was ist ein Fonds?

Topf mit GeldscheinenFonds sind von Kapitalanlagegesellschaften aufgelegte Sondervermögen, in denen die Gelder der Anleger gesammelt und verwaltet werden. Bildlich gesprochen ist ein Fonds ein großer Topf, in den jeder einzahlen kann, der später eine Portion abhaben möchte. Über die Zutaten und die Zubereitung entscheiden nicht die Anleger, sondern einzig und allein Fondsmanager, von deren Geschick es abhängt, ob es Schmalhansküche oder ein Fünf-Sterne-Menü gibt.

 
 

Wie funktionieren Fonds?

Das Geld, das in Fonds eingezahlt wird, investieren die Manager in Wertpapiere, bei Aktienfonds in Aktien, bei Rentenfonds in Renten. Sie setzen nicht auf einzelne Papiere, sondern streuen das Vermögen der Anleger, indem sie ein breit gefächertes Portfolio anlegen. Jeder Fonds hat einen eigenen Schwerpunkt, der sowohl länder-, als auch branchenbezogen sein kann. Fonds, die beispielsweise auf Biochemie oder Biotechnologie setzen, investieren das Geld in Papiere aus diesen Branchen. Andere Fonds basieren ausschließlich auf Wertpapieren aus Deutschland oder etwa den Vereinigten Staaten. Inzwischen können Anleger aus einem kaum noch überschaubaren Angebot wählen.

Die Vorteile eines Fonds

Der größte Vorteil, den ein Fonds Anlegern bietet, ist die breite Streuung. Sich selbst um eine Vielzahl von Papieren verschiedener Märkte zu bemühen, wäre für einen Einzelnen zu zeit- und kostenintensiv. Diese Arbeit übernimmt der Fondsmanager, der zudem einen wesentlichen besseren Überblick zur aktuellen Marktlage hat und entsprechend reagieren kann. Dadurch, dass in viele Papiere investiert wird, sinkt das Risiko größerer Verluste. Sinkt der Kurs eines im Fonds befindlichen Wertpapiers, wird das in der Regel durch die Gewinne anderer Teile des Portfolios ausgeglichen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass man sich mit verhältnismäßig geringen Mitteln an einem Fonds und somit an den Chancen des Marktes beteiligen kann. Der Startpreis, wenn ein Fonds neu aufgelegt wird, beträgt rund 50 Euro. Später hängt der Preis eines Anteils davon ab, wie sich der Fonds am Markt behaupten konnte.

Entstehen durch den Fondskauf Kosten?

Fonds können bei jeder Bank und vielen freien Anbietern erworben werden. Je nach Fonds fällt dafür ein Ausgabeaufschlag an, der beim Kauf bezahlt werden muss. Bei einem Ausgabeaufschlag von zum Beispiel fünf Prozent kostet ein Fondsanteil mit einem aktuellen Rücknahmepreis von 100 Euro den Kunden 105 Euro. Am Anteil von 100 Euro ändert sich nichts. Der Ausgabeaufschlag dient dazu, die Kosten unter anderem für die Beratung zu decken. Daneben gibt es eine Reihe von Fonds, die ohne Ausgabeaufschlag gekauft werden können. Dafür liegt die Verwaltungsvergütung bei ihnen etwas höher, mit der die Verwaltungsarbeit der Fondsgesellschaft gedeckt wird. Als dritter Kostenpunkt – je nach Anbieter – werden auch Gebühren für das Depot fällig.

Welche Fonds gibt es?

Der Markt hält ganz unterschiedliche Fonds bereit, die sich vor allem durch die Art der Investition unterscheiden. Typische Fonds sind Aktienfonds, Rentenfonds, Dachfonds, Garantiefonds, Geldmarktfonds, Immobilienfonds, Hedge Fonds und Schiffsfonds. Oberbegriff für die meisten Fondsarten ist Investmentfonds. Unterschieden werden muss zusätzlich zwischen offenen und geschlossenen Fonds. In offene Fonds kann jederzeit investiert werden. Bei geschlossenen Fonds ist eine Beteiligung nur möglich, bis das benötigte Kapital vorhanden ist.

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