Schiffsfonds

KreuzfahrtschiffOhne Schiffe geht im internationalen Güterverkehr fast gar nichts. 90 Prozent der Transporte laufen über Containerschiffe, bei denen Deutschland ganz klar an der Spitze steht. Und der Bedarf steigt. Schiffsfonds greifen diesen Trend auf. Mit dem Geld der Anleger finanzieren sie den Bau eines Schiffes und machen die Anteilseigner zu Miteigentümern an einem der Riesenfrachter. Aufgelegt werden Schiffsfonds in der Regel als geschlossene Fonds, das heißt ein Investment ist nur während eines bestimmten Zeitrahmens möglich, bis das benötigte Kapital beigebracht ist.

 
 

Das Prinzip der Schiffsbeteiligungen

Die Emittenten, sprich die Fondsgesellschaft, die den Fonds auflegt, gibt einen Prospekt heraus, in dem alle wichtigen Daten rund um das Objekt, in dem Fall das Container- oder Frachtschiff, zu finden sind. Anhand dieser Informationen kann sich der Anleger entscheiden, ob er eine Beteiligung eingeht oder lieber auf ein anderes Objekt setzt. Kauft man Anteile wird man zum Kommanditisten einer – in der Regel – GmbH & Co. KG, ohne die Geschäftsführung beeinflussen zu können.

Der Anleger weiß genau, worin er investiert. Die geschäftliche Grundlage bildet das Vertragswerk. Entscheidet man sich für einen Schiffsfonds handelt es sich um eine langfristige Anlage von rund zehn bis 25 Jahren.

Schiffsfonds – Die Rendite

Sorgen um das Anlageobjekt müssen sich Investoren heute kaum mehr machen. Es handelt sich nicht um rostige Kähne, sondern um hochmoderne Schiffe, die ihren Dienst sehr lange leisten. Dass etwas passieren kann, lässt sich nicht ausschließen. In dem Fall droht dann ein Totalverlust. Davon ist aber nicht auszugehen. Die Rendite ergibt sich aus dem Gewinn, den das Schiff abwirft. Da die Preise derzeit im oberen Segment liegen, darf auch mit einer guten Rendite gerechnet werden. Seit 1990 liegt sie bei durchschnittlich 20 Prozent. Nicht umsonst werden Jahr für Jahr rund 2,5 Milliarden Euro in Schiffsfonds investiert.

Steuerliche Aspekte der Schiffsbeteiligung

Bis vor einigen Jahren waren Schiffsfonds reine Abschreibungsobjekte für Großanleger. Vor allem Anwälte und Ärzte nutzten diese Investmentfonds, um die Verluste in den Anfangsjahren geltend machen zu können. Diese Möglichkeit besteht nun nicht mehr, hat der Nachfrage allerdings keinen Abbruch getan. Denn aus steuerlicher Sicht sind Schiffsfonds nach wie vor interessant. Die Gewinne aus dem Betrieb werden über die so genannte Tonnagesteuer pauschal versteuert. Sie fällt jährlich an. Der tatsächlich eingefahrene Gewinn wird nicht berücksichtigt. Die Steuern machen rund 0,2 bis 0,4 Prozent der Anlagesumme aus, sind also zu vernachlässigen.

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