Rentenfonds

Chart aus MünzenMit der Rente wie Arbeitnehmer sie im Alter beziehen, haben Rentenfonds nichts zu tun. Renten sind im Börsenjargon festverzinsliche Wertpapiere. Dabei handelt es sich um Wertpapiere, die von der Bundesrepublik oder anderen Staaten sowie in- und ausländischen Unternehmen herausgegeben werden, und um Anleihen wie Genussscheine, Wandel- und Optionsanleihen. In sie wird das Geld der Anleger bei Rentenfonds komplett oder zum größten Teil investiert.

 
 

Wie funktionieren Anleihen?

Eine Anleihe ist vom Prinzip her ein auf viele kleine Pakete aufgeteilter Kredit, den der Staat oder ein Unternehmen aufnimmt. Um nicht mit jedem Gläubiger einzeln einen Vertrag aufzusetzen, werden Wertpapierurkunden ausgegeben, auf denen notiert ist, um welchen Betrag es sich handelt, wann er zurückgezahlt wird und wie hoch die Zinsen sind, die regelmäßig gezahlt werden. Der eigentliche Begriff für solche Anleihen ist „Schuldverschreibungen“. Die Bezeichnung Rente haben sie der Tatsache zu verdanken, dass sie dem Inhaber ein regelmäßiges Einkommen in Form der Zinsen bringen.

Rentenfonds – Rendite und Risiken

Auch wenn es sich um Wertpapiere mit einem festen Zinssatz handelt, gibt es bei Rentenfonds keine Garantie für eine gute Rendite. Sie ergibt sich vor allem aus den Zinsen und möglichen Verkaufsgewinnen. Sehr gut haben in den Jahren seit 1948 Anleihen von der Bundesregierung abgeschnitten. Sie brachten im Schnitt eine Rendite von rund sieben Prozent. Sie werden angesichts ihrer großen Sicherheit mit der Rankingnote „AAA“ bezeichnet, die für Zuverlässigkeit und Stabilität steht. Als weniger zuverlässig haben sich Anleihen beispielsweise aus Argentinien erwiesen. Der Staat erklärte sich 2001 für zahlungsunfähig, was bei allen Anlegern zu einem kompletten Verlust führte.

Zu beachten sind beim Kauf von Rentenfonds zum einen die Laufzeit, zum anderen die Zinsen. Denn das Zinsniveau spiegelt sich deutlich im Kurs der Fonds wider. Er sinkt, wenn das Zinsniveau steigt. Sinkt das Zinsniveau, gehen die Kurse nach oben. Diese Kursschwankungen sorgen dafür, dass es trotz fester Zinsen bei den Wertpapieren im Rentenfonds keine Rendite-Garantie gibt. Um einigermaßen sicher zu gehen, ist es ratsam, Papiere mit kurzer Laufzeit zu wählen, gerade dann, wenn man damit rechnet, dass die Zinsen zukünftig steigen. Andersherum sind lange Laufzeiten ideal, wenn man davon ausgeht, dass die Zinsen auf einem absteigenden Ast sind.

Nicht minder wichtig ist es, auf die Güte der Anleihen zu achten. Wie am Beispiel von Argentinien deutlich wird, gibt es hier große Unterschiede. Daher sollte man die Auswahl der Renten Profis überlassen. Sie sorgen bei einem Rentenfonds für die nötige Ausgewogenheit, die dann auch eine gute Rendite bringt.

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