Private Equity Fonds

Geschäftsfrau mit GeldscheinFirmen benötigen ständig Kapital – für Expansion, Forschung und Entwicklung, um nur einige Beispiele zu nennen. Der Bedarf kann in vielen Fällen nicht ausschließlich durch Bankkredite gedeckt werden. Hier springen Private Equity Fonds ein. Sie liefern den Unternehmen das nötige Eigenkapital, profitieren im Gegenzug vom möglichen Erfolg. Dieses private Beteiligungskapital hat in den letzten Jahren einen dramatischen Umschwung erlitten. Das Kapital, das zur Verfügung gestellt wird, betrug 2002 6,9 Milliarden Euro, nur zwei Jahre später schon 22,5 Milliarden. Doch infolge der Finanzkrise brach Ende 2008 die private Beteiligung zusammen. 2009 ergab sich somit nur mehr ein zur Verfügung gestelltes Kapital von 1,1 Milliarden Euro.

 
 

Private Equity Fonds sind geschlossene Fonds. Anteile können also nur während der Zeichnungsfrist erworben werden. Der Preis je nach Gesellschaft und Fonds liegt bei 10.000 bis über 50.000 Euro jeweils zuzüglich Agio. Das Geld der Anleger und durch Kredite beschafftes Kapital werden dazu verwendet in Unternehmen zu investieren, sprich die Mehrheit zu erwerben. Dadurch werden Firmen nicht nur in der Gründungszeit unterstützt, sondern auch in Wachstumsphasen. Wie lange das Engagement dauert, ist von Fonds zu Fonds unterschiedlich. Im Durchschnitt sind es zwei bis fünf Jahre, ehe die Beteiligung wieder verkauft wird.

Die Idee des Private Equity ist nicht neu. Schon zu Beginn der Industrialisierung floss privates Kapital in Firmen, um etwa den Bau der Eisenbahn zu finanzieren. Erfolgreiche Beispiele aus neuerer Zeit sind Siemens und Fielmann. Beide Unternehmen haben ihre Stellung durch Private Equity ausbauen und sichern können. Kritik an den Beteiligungsgesellschaften wird vor allem dann laut, wenn im Rahmen der Optimierung Strukturen verändert und in deren Verlauf auch Mitarbeiter entlassen werden. Teils werden Firmen auch zerschlagen, um beim Verkauf einen besseren Erlös zu erzielen. Übersehen wird dabei gerne, dass Private Equity Fonds in vielen Fällen der einzige Weg sind, Unternehmen wieder in die Spur zu bringen.

Sich an diesen geschlossenen Investmentfonds zu beteiligen, heißt, das unternehmerische Risiko zu tragen. Damit besteht grundsätzlich auch die Gefahr, sein Geld zu verlieren.

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