Medienfonds

Paar schaut einen Film im TVFilme, die sich wochenlang in den Kinos halten. CDs, die innerhalb eines Wochenendes von null auf einen Platz in die Top 10 schießen. Zeitschriften, die sich als Publikumsrenner erweisen. Die Medienbranche ist groß und Investitionen in neue Produkte gehen in die Millionen. Ein Weg, der im Rahmen der Finanzierung immer häufiger eingeschlagen wird, sind so genannte Medienfonds. Sie gehören zur Gruppe der geschlossenen Fonds. Das heißt, sie können nicht wie offene Fonds jederzeit gekauft und wieder veräußert werden. Der große Vorteil der Medienfonds lag in ihrer Funktion als Steuersparfonds. Mit Ende für Verlustverrechnungsmöglichkeiten im November 2005 heißt es für Anleger, sie müssen wie bei anderen Investmentfonds auch auf eine gute Rendite hoffen.

 
 

Wer in Filme wie „Herr der Ringe“ oder „Harry Potter“ investiert hat, lag mit seiner Einschätzung richtig und profitierte von dem weltweiten Erfolg. Bedenkt man die Vielzahl an Filmen, die jährlich produziert werden und in die Kinos kommen, sind Kassenschlager jedoch eher eine Ausnahme. Das sorgt bei Medienfonds für ein sehr hohes Risiko. Kann der Film nicht die Hoffnungen erfüllen und floppt, ist auch mit Totalverlusten der Einlage zu rechnen. Hier sind sehr genaue Kenntnisse der Branche nötig, um sein Geld nicht komplett zu verlieren. Das gilt auch für alle anderen Bereiche, in denen Medienfonds aufgelegt werden. PC-Spiele beispielsweise, deren Entwicklung Jahre in Anspruch nimmt, oder TV-Serien und Musik-CDs.

Je nach Fonds werden Mindesteinlagen von 5.000 Euro und einem Vielfachen davon verlangt. Die Dauer der Investition variiert ebenso. Diese Kriterien schrecken viele Kleinanleger ab, zumal die Chancen und Risiken sich kaum kalkulieren lassen. Das heißt nicht, dass Medienfonds grundsätzlich nicht ratsam sind. Anleger, die auf den Deutschen Film gesetzt haben, konnten sehr gute Renditen verzeichnen, die sich nicht nur aus den Einspielergebnissen, sondern auch dem Merchandising und der weiteren Vermarktung ergeben. Es ist wie bei allen Anlagen ein genaues Abwägen, ob und wie viel investiert werden soll.

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