Immobilienfonds

WohnanlageImmobilien gelten generell als gute Anlage. Der Bauboom ist ungebremst. Da sich nicht jeder mit seinem Ersparten direkt am Bau von Investmentobjekten wie Bürogebäuden oder Einkaufszentren beteiligen kann, bietet sich eine Anlage in Form von Immobilienfonds an, um sich ein Stück des Kuchens zu sichern. Denn diese Art der Fonds investiert die Gelder in bebaute und unbebaute Immobilien. So kann jeder Teilhaber an einem Hotel oder einem Vergnügungspark werden. Dabei gibt es grundsätzlich zwei Formen von Immobilienfonds – offene und geschlossene Fonds.

 
 

Geschlossener Immobilienfonds

Geschlossene Immobilienfonds sind für Kleinanleger im Normalfall ungeeignet. Sie können nur während eines festen Zeitraums, dem Platzierungszeitraum, gekauft werden und erfordern einen höheren Kapitaleinsatz. Über geschlossene Immobilienfonds werden hauptsächlich einzelne Projekte finanziert. Sind alle Anteile des Investmentfonds verkauft und ist das benötigte Kapitalvolumen vorhanden, wird der Fonds geschlossen. Die Anteile können während der Laufzeit von durchschnittlich 15 bis 20 Jahren in der Regel nicht zurückgegeben werden. Eine gesetzliche Regelung gibt es bei geschlossenen Immobilienfonds nicht. Allerdings werden seit Juli 2005 die Emissionsprospekte kontrolliert. Sie sollen die Anleger über das geplante Objekt informieren, vom Bauvolumen bis hin zu den prognostizierten Mieteinnahmen.

Offener Immobilienfonds

Im Vergleich zu den geschlossenen Immobilienfonds sind Anleger bei der offenen Variante bereits ab einer Einlage von rund 50 Euro mit von der Partie. Die Fondsgesellschaft nimmt die Gelder ihrer Kunden und investiert sie als Gründstücks-Sondervermögen in mindestens 15 Immobilien, teils werden weit über 100 Gebäude und Grundstücke in einem Fonds zusammengefasst. Die Auswahl erfolgt auf der Basis der Risikostreuung. Dieses Prinzip wurde 1938 in der Schweiz erfunden und kam 1959 auch nach Deutschland, wo die offenen Immobilienfonds dem Investmentgesetz unterliegen.

Mit dem Kauf von Immobilienfonds wird man Miteigentümer an den Immobilien, hat mit Reparaturen oder der Vermietung allerdings keine Arbeit. Die Anleger können ihre Anteile jederzeit wie Rentenfonds und Aktienfonds veräußern. Die Gewinne der Fonds ergeben sich aus den Mieteinnahmen und der Wertsteigerung der Objekte. Da ein Immobilienfonds immer liquide sein muss, kommen Gewinne aus anderen Anlagen wie festverzinslichen Wertpapieren hinzu. Sie müssen zu fünf Prozent im Portfolio vorhanden sein. Ausgezahlt werden die Erträge nach Abzug aller Ausgaben einmal jährlich – davon ist dann die Einkommen- und Kapitalertragsteuer zu zahlen. Von Körperschafts- und Gewerbesteuern sind die Fonds befreit.

Grundsätzlich bieten offene Immobilienfonds eine sehr stabile Rendite und sollte nach Expertenmeinung in jeder ausgewogenen Vermögensanlage vorhanden sein.

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