Tipps und Tricks – Abgeltungssteuer vermeiden

In Zeiten der großen Jagd auf deutsche Steuersünder hat das Steuern sparen einen faden Beigeschmack. Die Deutschen sind jedoch bekannt dafür, dass sie gern einen erheblichen Teil ihrer Renditechancen opfern, wenn sie dann bloß dem Staat keinen Cent zu zahlen müssen.

 
 

To-Do ListeEs verwundert also nicht weiter, dass die von den Banken beworbenen Produkte zu Vermeidung der Abgeltungssteuer reißenden Absatz finden. Hierzu zählen Beispielsweise Dachfonds.

Das Werbeargument: Der Dachfonds kann beliebig und steuerfrei Fondsanteile kaufen und bei Veränderungen an den Finanzmärkten wieder austauschen. Diese Möglichkeit, sei ihre Effizienz dahingestellt, erreicht vor allem eines – verdammt hohe Kosten. Der Anleger zahlt bei Dachfonds nicht nur den eigenen Fondsmanager, durch versteckte Kosten sind auch noch jene Fondsmanager zu entlohnen, deren Produkte im Dachfonds enthalten sind.

Ähnliche Kritikpunkte gelten für alle diese Steuersparprodukte. Insbesondere teure Kapitalpolicen, zum Beispiel fondsgebundene Lebensversicherungen machen auf Grund ihrer hohen Gebühren den steuerlichen Vorteil mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Nichte. Anleger sollten daher insbesondere auf die Kostenstrukturen der angebotenen Produkte achten, bevor sie leichtfertig Verträge unterzeichnen.

Eine interessante Möglichkeit die Abgeltungssteuer zu vermeiden sind beispielsweise Riester Fondssparpläne. Die DWS Top Rente und die UniProfiRente konnten in den vergangenen 5 Jahren Renditen von mehr als 8% pro Jahr erzielen. Die DWS Top Rente erhält der Anleger zudem mit bis zu 100% Rabatt auf den Ausgabeaufschlag.

Eine weitere, in den letzten Jahren zu Unrecht gemiedene Assetklasse, sind die Immobilienfonds. Bei Immobilien bleiben auch nach der Abgeltungssteuer die 10 jährigen Spekulationsfristen bestehen. Wählt der Anleger zudem einen Immobilienfonds mit hohem Anteil ausländischer Immobilien, kann er sich zudem über fast vollständig steuerfreie Ausschüttungen freuen. Interessante Immobilienfonds sind zum Beispiel der KanAm Grundinvest und der Grundbesitz Europa. Auch der SEB Immoinvest und der AXA Immoselect konnten in den letzten Jahren durch gute Renditen überzeugen. Allerdings ist der Anteil deutscher Immobilien im Portfolio der Letztgenannten recht hoch.

Auch geschlossene Fonds, beispielsweise Schiffsfonds, werden ab 2009 wieder attraktiver. Allerdings eignen sich geschlossene Fonds nur für erfahrene Anleger, da nicht selten versteckte Kostenpotentiale von 20% und mehr von der eigentlichen Anlagesumme lauern.

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