Was ist die Abgeltungssteuer?

Die Abgeltungssteuer ist eine pauschale Quellensteuer in Höhe von 25%. Zuzüglich Solidaritätszuschlag und eventueller Kirchensteuer ergibt sich eine Steuerlast von 28%. Quellensteuer bedeutet, dass die Steuer direkt an der Quelle erhoben wird, also beim konto- beziehungsweise depotführenden Kreditinstitut.

 
 

Euro-Münzen, ein Viertel fehltMit der Abgeltungssteuer gilt die Steuerschuld als beglichen. Ein klarer Vorteil für Besserverdiener, welche auf festverzinsliche Geldanlagen wie zum Beispiel Tagesgeld oder Festgeld setzen. Diese leiden ab 2009 nicht mehr unter Ihrem hohen persönlichen Steuersatz.

Wer jedoch auf Wertpapiere oder Investmentfonds gesetzt hat, kam ab 2009 nicht mehr in den Genuss von Spekulationsfrist und Halbeinkünfteverfahren. Kursgewinne und Dividenden unterliegen vollständig der Abgeltungssteuer, eine Ausnahmeregelung (Bestandsschutz) gilt für Altanlagen, die bis zum 31.12.2008 getätigt wurden.

Kein Nachteil ergibt sich für Festzinssparer, deren persönlicher Steuersatz unter 25% liegt. Diese können ihre Kapitalerträge nach wie vor steuerlich veranlagen. Aber Vorsicht, bei der Veranlagung sollte der Grenzsteuersatz berücksichtigt werden.

Die Abgeltungssteuer wird nicht erhoben, wenn die korrekt erteilten Freistellungsaufträge nicht überschritten wurden oder eine Nichtveranlagungsbescheinigung vorliegt. Allerdings verbleibt der Sparer in Zukunft nur noch der Sparerpauschbetrag. Dieser beträgt 801 Euro für Alleinstehende und 1602 Euro für zusammenveranlagte Ehepartner. Die Werbungskosten (Depotführung usw. usf.) können in Zukunft ebenfalls nur noch in diesem Rahmen geltend gemacht werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.